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Die Währung der Zukunft? II
Der Cini Minis Vorfall

von Alexander Bogdanow am 12. Mai 2017
Wie es begann:
Vor nicht allzu langer Zeit, waren Hendrik und Dennis unterwegs im Auto. Eine stink normale Fahrt zur Arbeit. Schönes münsterländisches Wetter gepaart mit wenigen Augenblicken des Sonnenscheins. Die Unterhaltungen, wie nicht anders zu erwarten, über Essen. Frühstücksflakes, um genauer zu sein.

Gemeinsam wurden die Für und Wider verschiedenster Sorten betrachtet, analysiert und mit einem komplexen Werteschema platziert. Nach Schokoflakes, Honeyballs, und Nougatkissen kamen die berühmt berüchtigten Cini Minis zur Sprache. Die Feinheiten des Produktes wurden aufgezählt, der Geschmack bewertet und mit einem raffinierten Algorithmus letztendlich platziert. Cini Minis wurden bis zu diesem Zeitpunkt nur ein einziges Mal erwähnt!

Die Zuhörer:
Das Smartphone (in diesem Fall handelt es sich um ein Android Gerät) bei jeder Gelegenheit dabei, konnte es sich natürlich nicht entgehen lassen das gefallene Produkt „Cini Minis“ zu erkennen und in dem Google Account des Nutzers zu speichern. Was heißt speichern in diesem Fall?

Der Artikel „Cini Minis“ wurde als Marke eines Unternehmens identifiziert. Dieses wird von Google Ads verarbeitet und in dem Google Profil des Nutzers gespeichert. Diese Daten werden nun mit Bild, Unternehmensname, Name und E-Mail des Nutzers und weiteren sensiblen Daten aufbereitet und an Marketingfirmen weiterverkauft, welche mit Facebook, Amazon, Instagram, Twitter und vielen mehr zusammenarbeiten. Dort wird das Produkt zu einem späteren Zeitpunkt als Werbung angezeigt, sobald der Nutzer über den Namen oder die E-Mailadresse identifiziert wurde.

Kann ich hellsehen?
Jetzt stellt sich natürlich die Frage: Kann ich erahnen, was Google, FaceBook, Amazon, Instagram und die anderen mir anzeigen werden? Die Antwort lautet: „Ja und nein.“ Bist du auf Amazon unterwegs und suchst etwa nach Klamotten, Schuhen und Filmen, wird dir im selben Atemzug bei FaceBook, auf dich zugeschnittene Werbung angezeigt. Da steckt also ein recht simpler Trick hinter, aber die Geschichte mit dem Zuhören geschieht leider nicht ganz so häufig.

Abzuwarten bleibt, wie lange es dauert bis auch diese Variante schneller und effizienter wird, um dem Konsumenten die Güter „anzudrehen.“

Gehen wir einfach mal einen ganz optimistischen Schritt weiter. Könnte man die personalisierte Werbung, welche aus so vielen Datenquellen für einen persönlich zusammengestellt wird, ausnutzen?

Eine Frage für Teil 3 ...

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