Daten

Die Währung der Zukunft?

von Alexander Bogdanow am 03. Februar 2017
Die Tatsache, dass Großkonzerne wie Google, Facebook oder Amazon unsere Daten speichern ist uns heutzutage hoffentlich allen bekannt. Aber welchen Wert haben meine Daten für diese “Big Player”?

Dazu würde ich gerne etwas weiter ausholen.

In diversen Filmen wird gezeigt, wie eine mögliche Zukunft aussehen könnte. Eventuell ein Distopia, welches nur noch von Macht und Intrigen regiert wird, aber Geld nicht mehr die Währung darstellt.
Zum Beispiel ist in dem Film „In Time“, Zeit die Währung, denn mittels Gentechnik altern die Menschen ab dem 25. Lebensjahr nicht mehr. Man arbeitet, um mehr Zeit auf der Erde zu erhalten, um Getränke, Nahrung, Hotels, einfach alles zu bezahlen. Dazu wird den Bewohnern ein Chip implementiert, welcher die Zeit anzeigt. Falls deren Zeit abgelaufen ist, stirbt derjenige. Mehr möchte ich an dieser Stelle nicht verraten.

Könnte demnach eine Welt entstehen, wo wir beginnen mit unseren Daten zu bezahlen? Unserem Geburtsort, unseren Hobbys, wer unsere Freunde sind, wo wir arbeiten, wo wir zu Schule gegangen sind, sind wir schüchtern oder eher aggressiv? Wie könnten diese gewichtet sein?

Daten sind das Thema unserer heutigen Zeit. Wie können Facebook, Amazon, Ebay, Google und viele andere Plattformen und Konzerne denn wissen, was wir brauchen? Wo liegen diese Daten und werden Sie wieder gelöscht? Sie haben Macht, sehr viel Macht! Verschiebt sich eventuell irgendwann das Machtverhältnis, in dem Macht nicht mehr gleich Geld ist, sondern Daten.

Dazu ein Beispiel von Snapchat. Snapchat speichert eure Snaps nicht ab. Was sie aber machen ist folgendes:
Sobald ein Bild geschossen wurde, verkauft das Unternehmen dieses Bild an deren „Geschäftspartner“, worunter vor allem Journalisten von Internetseiten, Streams und / oder Nachrichtensender fallen, und machen es so der Öffentlichkeit zugänglich. Snapchat selber löscht dieses Bild zwar, aber wer sagt denn, dass die Geschäftspartner das Bild löschen müssen? Ab hier darf dann jeder selber weiterdenken.
Jedoch werden in der Regel die Bilder nur verwendet, wenn in einem bestimmten Umkreis auch etwas aufregendes geschehen ist.
Schon mal in den Nachrichten diese verwackelten Handyaufnahmen gesehen? Ja, ganz häufig Snapchat Videos, Storys, Live – Bilder und was es da nicht alles für Funktionen gibt.
Snapchat bekommt für diese Daten sehr viel Geld geboten!
Hat Snapchat demnach Macht?

JA!

Hat Facebook Macht?

JA!

Hat Google ...?

JAAA!

Amazon?

JA!

Amazon zeigt dir ständig die zuletzt gesuchten Artikel auf der ersten Seite an. Zusätzlich, verwandte oder ähnliche Produkte zu den bereits gesuchten Produkten.
Man öffnet einen Tag später Facebook und auf einmal werden einem wieder diese Produkte angezeigt, aber die Werbung kommt nicht von Amazon, sondern von einem anderen Anbieter? Verkauft Amazon diese Daten etwa an andere Marketingfirmen, so dass sich wiederum andere Konzerne an meinen Interessen bereichern können? Ja, genau das passiert.
Aber nicht in Deutschland. Das erlaubt unser Rechtsstaat nicht. Aber in den USA ist das komplett legitim und daher werden die Daten von Server zu Server verschoben, tausendfach zwischengespeichert und in BackUps archiviert, nur damit es mir ein oder zwei Tage später bei Google Ads, Facebook oder sonst wo angezeigt werden kann.

Weitergesponnen

Nachdem wir nun aus mehreren Blickwinkeln auf das Thema Daten geschaut haben, kann man beginnen eine Theorie zu stricken.

Daten sind zunächst ein Massengut. So viele Terrabyte an Daten, welche bereits gesammelt wurden und so viele Petabyte mehr, welche noch nicht gesammelt wurden, müssen ja irgendwie verarbeitet, verwaltet, eingeschätzt und zusammengeführt werden. An diesem Thema, welches sich „Big Data“ schimpft, sitzen Spezialisten Tag und Nacht um die Daten noch abgestimmter auf die Profile der Nutzer zuzuschneiden.

Was wollen diese großen Konzerne mit den Daten denn noch anstellen, außer zielgerichtete Werbung zu schalten?
Wie wäre es mit: Exakte Verhaltens und Gedankenmuster von dir erstellen, damit diese zu jeder Zeit wissen, wo du bist, was du tust, was du denkst, was du als nächstes tun wirst, u.v.m.
Deinen Lebensstil, deine Einkäufe, deine Gesundheit, einfach alles zu protokollieren und zu überwachen, um eine totale Kontrolle zu erreichen.
Eventuell würde man sich nicht mehr trauen eine Cola zu trinken oder einen Burger zu essen, weil deine Krankenversicherung sofort davon mitbekommt und deine Kosten anhebt. „Falsche Nahrungsmittelzufuhr“ könnte doch super als Risikoeinschätzung durchgehen, oder nicht?

Es könnte der Beginn von Massenkontrolle werden.

omnia5 lego

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